| Kurfürst Joachim 11. von Brandenburg wurde am 13. Januar 1505 geboren; er starb am 3. Januar 1571. Von seinen Zeitgenossen wurde er sehr unterschiedlich beurteilt. ist er als frommer, gottesfürchtiger Mann gerühmt worden, von anderen wurde ihm vorgeworfen, dass durch seine unsinnige Verschwendungssucht die Finanzen des Landes zerrüttet worden sind. Einer seiner Bewunderer schrieb: Der Herr Kurfürst ist beliebt als ein sehr lustiger Kumpan, er liebt zu scherzen und Schalkstreiche ~ üben, sorgt und kümmert sich aber auch um Volk und Religion. Oft werden bei ihm Bankette abgehalten und gejagt wird von ihm auf Hirsche, Rehe, Bären, Wildschweine, Wegelagerer und hübsche Frauen. Die gefürchtetsten Wegelagerer jener Zeit waren die Raubritter, adlige Herren, von denen die Reisenden ausgeplündert wurden. Von ihnen wurde dem Kurfürsten einmal ein Schreiben an die Schlafzimmertür geheftet, auf dem geschrieben stand: Joachimken, Joachimken, hüte dich, Kriegen wir dich, dann hängen wir dich~ In der ersten Zeit seiner Regierung, als das Jagdschloss im Grunewald noch nicht gebaut war, weilte er oft auf seinem Jagdschloss zu Köpenick. liebte er sich in die Witwe eines Glockengiessers namens Sydow. schöne Sydowin oder auch die schöne Giesserin genannt. Um dem Volk, seiner Frau und seinen Kindern kein Ärgernis zu geben, wurde die schöne Buhlerin von ihm in einem kleinen Haus in der Klosterstrasse untergebracht, das in einem grossen Garten versteckt lag. Zwiespältig war die Haltung des Kurfürsten zur Reformation. Am 1. November 1539 trat er zur Reformation über, aber als 1546 der Schmalkaldische Krieg ausgebrochen war, unterstützte er den Kaiser gegen die Protestanten. | Von einigen Damals ver- Sie wurde die |